Forstschäden-Ausgleichgesetz: Holzmarkt soll entlastet werden

EINSCHLAGSBESCHRÄNKUNG NACH DEM FORSTSCHÄDEN-AUSGLEICHSGESETZ FÜR LAUFENDES FORSTWIRTSCHAFTS-JAHR

Ordentlicher Fichteneinschlag auf 85% begrenzt

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat auf Beschluss des Bundesrates eine Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags in dem Forstwirtschaftsjahr erlassen (HolzEinschlBeschrV2021).

Der Bundesrat hat dieser Verordnung in seiner Sitzung am 26. März 2021 gemäß Artikel 80 Absatz 2 des Grundgesetzes zugestimmt. Am 23. April 2021 ist diese nach Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt in Kraft getreten. Ziel ist es, den seit 2018 aufgrund der Extremwetterereignisse und des nachfolgenden Schädlingsbefalls aufgetretenen Kalamitätsholzanfall von insgesamt rund 176 Millionen Kubikmeter und den daraus resultierenden Folgen auf dem Holzmarkt auszugleichen. Gleichzeitig sollen die von den Kalamitäten betroffenen Waldbesitzer durch steuerliche Billigkeitsregelungen entlastet werden.

Demnach gilt für das Forstwirtschaftsjahr 2021, also vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2021 eine Begrenzung des ordentlichen Holzeinschlags für Holz der Holzart Fichte auf 85 % des durchschnittlichen Einschlags der Jahre 2013 bis 2017. Die Beschränkung des Holzeinschlags gilt für das gesamte Bundesgebiet und für alle Waldbesitzarten.

Wird in einem Betrieb durch die Einschlagsbeschränkung der gesamte Holzeinschlag des Betriebs auf weniger als 70 Prozent des von der zuständigen Finanzbehörde festgesetzten steuerlichen Nutzungssatzes absinken, so kann der nach der Verordnung begrenzte ordentliche Holzeinschlag überschritten werden. Dabei sind die Nutzungsmöglichkeiten nach dem Nutzungssatz hinsichtlich der nicht beschränkten Holzarten voll anzurechnen.

Ordentliche Holzeinschläge des Forstwirtschaftsjahres 2021, die vor Inkrafttreten der Verordnung erfolgt sind, sind auf den beschränkten Holzeinschlag des Forstwirtschaftsjahres bis zur Höhe der Beschränkung anzurechnen.

Ausgehend von den offiziellen Einschlagszahlen für die Jahre 2013 bis 2017 von im Durchschnitt ca. 27,3 Mio. fm in der Baumartengruppe Fichte ergibt sich damit eine rechnerische Absenkung beim Fichteneinschlag von bundesweit rund 4,1 Mio. fm, mit einem Schwerpunkt in Baden-Württemberg und Bayern.

Die HolzEinschlBeschrV2021 finden Sie unter: www.bgbl.de .

Das Forstschäden-Ausgleichsgesetz

Das Forstschäden – Ausgleichsgesetz stammt aus dem Jahr 1969, die aktuelle Fassung aus dem Jahr 1985. Zuletzt wurde es 2015 angepasst. Ziel des Gesetzes ist es, besondere Forstschäden infolge von Kalamitäten für die Forstbetriebe sowie die damit verbundenen erheblichen und überregionalen Störungen des Rohholzmarktes auszugleichen. Neben der Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags und einer Beschränkung der Holzeinfuhr, die im Einklang mit Europäischen Regelungen stehen muss, enthält das Gesetz steuerliche Billigkeitsregelungen, die teilweise in Verbindung mit dem Inkraftsetzen einer Einschlagsbeschränkung stehen, aber auch Regelungen enthalten, die unabhängig davon stehen. Hierzu gehört die steuer-freie Rücklage für die Bildung eines betrieblichen Ausgleichsfonds. Zuletzt wurde eine Einschlagsbeschränkung nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz nach dem Orkan Lothar für die Forstwirtschaftsjahre 1999/2000 sowie 2000/2001 in Kraft gesetzt. In den letzten Jahren wurde viel Kritik über das Gesetz geäußert. Zur Zeit erarbeitet eine Arbeits-gruppe am BMEL Vorschläge für eine zeitgemäße und praxisgerechte Anpassung des Gesetzes, die dann in der kommenden Legislaturperiode auf dem Weg gebracht werden soll. Ein wichtiges Ziel ist die Trennung einer Einschlagsbeschränkung von steuerlichen Billigkeitsregeln.

 

STEUERLICHE REGELUNGEN

Mit Inkrafttreten der HolzEinschlBeschrV2021 gelten steuerliche Billigkeitsregeln aus dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz bzw. aus dem EStG. Die steuerlichen Billigkeitsregeln gelten generell, also für alle Baumarten sowie für normale Nutzungen und kalamitätsbedingte Einschläge. Sie sind ein Ausgleich für die geringeren Einnahmen aufgrund der geltenden Einschlagsbeschränkung. Voraussetzung für die Inanspruchnahme der steuerlichen Begünstigungen ist, dass die angeordnete Einschlagsbeschränkung eingehalten wird. Wir weisen darauf hin, dass die Einschlagsreduktion für die Baumart Fichte grundsätzlich für alle Waldbesitzarten und Betriebsgrößen gilt. Bei detaillierten Fragen wenden Sie sich an Ihren Steuerberater.

 

Nutzung des betrieblichen Ausgleichsfonds

Hat ein Betrieb in Höhe einer steuerfreien Rücklage einen betrieblichen Ausgleichsfonds nach § 3 Forstschäden-Ausgleichsgesetz gebildet, so kann der Ausgleichsfonds nun zur Ergänzung der durch eine Einschlagsbeschränkung geminderten Erlöse in Anspruch genommen werden. Die steuerfreie Rücklage ist dann in Höhe der in Anspruch genommenen Fondsmittel zum Ende des Wirtschaftsjahres der Inanspruchnahme gewinnerhöhend aufzulösen.

Erhöhung der Pauschsätze für Betriebsausgaben

Da die Verordnung zur Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags in dem Forstwirtschaftsjahr 2021 nicht vorsieht, dass nicht-buchführungspflichtige Betriebe von der Einschlagsbeschränkung generell ausgenommen werden, können Steuerpflichtige, die für ihren Betrieb nicht zur Buchführung verpflichtet sind und ihren Gewinn nicht nach § 4 Absatz 1 und § 5 des Einkommenssteuergesetzes ermitteln, im Wirtschaftsjahr einer Einschlagsbeschränkung zur Abgeltung der Betriebsausgaben pauschal 90 Prozent der Einnahmen aus der Verwertung des eingeschlagenen Holzes abziehen. Soweit Holz auf dem Stamm verkauft wird (Ab Stock-Vertag), betragen die pauschalen Betriebsausgaben 65 Prozent der Einnahmen aus der Verwertung des stehenden Holzes. Damit steigen die pauschalen Betriebsausgaben (gemäß § 51 EStG) für die Verwertung des eingeschlagenen Holzes von 55 auf 90 Prozent und beim Verkauf des Holzes auf dem Stamm von 20 auf 65 Prozent, so dass der nicht-buchführungspflichtige Betrieb im laufenden Forstwirtschaftsjahr einen Steuervorteil hat. Hat der Betrieb ein anderes Steuerjahr als das Forstwirtschaftsjahr angesetzt (z.B. Landwirtschaftsjahr, Kalenderjahr), sind die erhöhten Betriebsausgaben anteilsmäßig für den Zeitraum der Geltungsdauer anzusetzen.

Bewertung von Holzvorräten aus Kalamitätsnutzungen

Steuerpflichtige mit Einkünften aus Forstwirtschaft, bei denen der Gewinn nach § 4 Abs. 1, § 5 EStG ermittelt wird, können während der Einschlagsbeschränkung von einer Aktivierung des eingeschlagenen und unverkauften Kalamitätsholz ganz oder teilweise absehen.

Viertelsteuersatz für Kalamitätsnutzungen nach § 34b EStG

Steuerlich anerkannte Kalamitätsnutzungen sind nach § 34b EStG begünstigt. In der Zeit, in der die Einschlagsbeschränkung nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz gilt, gilt nunmehr pauschal bereits ab dem ersten steuerlich anerkannten Festmeter Kalamitätsholz der Viertelsteuersatz. Es ist hierbei unmaßgeblich, ob die Kalamitätsnutzungen innerhalb oder außerhalb des Nutzungssatzes angefallen sind, womit ein festgesetzter Nutzungssatz zur Erlangung der Tarifermäßigung nicht erforderlich ist. Dies gilt auch für steuerlich anerkannte Kalamitätsnutzungen, die in den Folgejahren gezogen werden und im ursächlichen Zusammenhang mit einer Kalamitätsnutzung stehen, welche in der Zeit der Einschlagsbeschränkung angefallen ist. Also die Kalamitätsnutzungen, die im Zeitraum der Einschlagsbeschränkung angefallen sind, jedoch erst nach dem 30.09.2021 verwertet werden. Die Billigkeitsregel umfasst steuerlich anerkannte Kalamitätsnutzungen aus sämtlichen Holzarten und ist nicht auf die Holzart Fichte begrenzt.

Da oftmals die Wirtschaftsjahre für die Gewinnermittlung der Forstbetriebe nicht mit dem Forstwirtschaftsjahr (01.10. bis 30.09.) übereinstimmen, sondern häufig das Kalenderjahr oder den Zeitraum 01.07. bis 30.06. umfassen, erfordert die Ermittlung der steuerlichen Billigkeitsregeln im Verordnungszeitraum gesonderte Aufzeichnungen. So muss zum einen der mengenmäßige Einschlag der Holzart Fichte im Zeitraum der Einschlagsbeschränkung, also im Zeitraum 01.10.2020 bis 30.09.2021, zur Überprüfung der Einhaltung der Beschränkung gesondert festgehalten werden. Zum anderen sind bei einem kalenderjahrgleichen Wirtschaftsjahr 2020 und 2021 die in den Zeiträumen 01.10.2020 bis 31.12.2020 und 01.01.2021 bis 30.09.2021 begünstigten Kalamitätseinkünfte sowie die erhöhten Pauschsätze für Betriebsausgaben durch gesonderte (zeitanteilige) Berechnungen aus den Daten für das jeweilige Gesamtwirtschaftsjahr zu ermitteln. Wird der Gewinn des land- und forstwirtschaftlichen Betriebes nach dem vom Kalenderjahr abweichenden Wirtschaftsjahr vom 01.07. bis 30.06. ermittelt, stellt sich dieses Problem analog für die Zeiträume vom 01.10.2020 bis 30.06.2021 und vom 01.07.2021 bis 30.09.2021.

 

KONSEQUENZEN FÜR HOLZVERKÄUFER

Viele Verträge haben ein Sonderkündigungsrecht im Fall des Inkraftsetzen einer Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Holzeinschlags. Je nach Ausgestaltung gilt dieses Sonderkündigungsrecht, wenn eine Seite es geltend macht.

 Wenn im Vertrag auf die Verkaufs– und Zahlungsbedingungen für Holzverkäufe der Bayerischen Staatsforsten AöR (BaySF) (VZB) Bezug genommen wird, so regelt diese unter 1.4, dass ab Inkrafttreten der Verordnung bis zum Ende der Einschlagsbeschränkung gilt:

 

  • die Lieferverpflichtung der BaySF entsprechend dem in der jeweiligen Rechtsverordnung geregelten Prozentsatz senken können.
  • Für den Fall, dass das Bundesland Bayern oder Teile davon von den besonderen Schadereignissen betroffen sind, haben die BaySF das Recht, die im Einzelvertrag genannte Gesamtmenge pro angegebenem Sortiment um 50 % zu erhöhen. Die Erhöhung der Liefermenge gilt nur für die in der Verordnung mit einer Einschlagsbeschränkung versehenen Holzartengruppen oder Holzsorten. Der vertraglich vereinbarte Kaufpreis wird in diesem Fall für die Holzartengruppen oder Holzsorten, deren ordentlicher Holzeinschlag mit der Verordnung eingeschränkt wurde, um 10 % gesenkt.

Vielfach werden Kalamitätsklausen nicht direkt im Vertrag, sondern in Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) geregelt. Hier ist zu prüfen, ob die AGB rechtskräftiger Bestandteil des Vertrages sind. Wenn ja, gelten die Regelungen aus den AGB. Haben Verkäufer und Käufer jeweils entgegenstehende AGBs als rechtskräftigen Bestandteil des Vertrages vereinbart, gilt der Vertrag als geschlossen, wenn die Parteien zu erkennen geben, dass er trotz widerstreitenden AGB wirksam sein soll. Der BGH ist der Ansicht, dass sich nach Treu und Glauben keine Partei auf ein Nichtzustandekommen des Vertrages berufen kann. Die AGB werden nur insoweit inhaltlich einbezogen, als sie einander inhaltlich entsprechen. Im Übrigen werden sie nicht Vertragsbestandteil. Anstelle der einander widersprechenden AGB gilt das Gesetz.

Enthält ein Vertrag keinerlei Regelung bezüglich der Auswirkungen einer Verordnung über die Beschränkung des ordentlichen Einschlags, muss geprüft werden, ob der Vertrag trotz der Verordnung erfüllt werden kann. Wenn dies möglich ist, gilt der Vertrag ohne Einschränkung weiter. Da die fahrlässige und vorsätzliche Missachtung der Verordnung als Ordnungswidrigkeit gefahndet werden kann und der Vertrag aufgrund der Verordnung nicht mehr erfüllt werden kann, kann einvernehmlich zwischen den zwei Vertragsparteien vereinbart werden, dass der Vertrag reduziert, anderweitig erfüllt oder verlängert werden kann. Gemäß BGB kann der Vertrag bei Nichterfüllung aufgrund der Verordnung angepasst oder ggfs. aufgelöst werden.

Schließt ein Waldbesitzer einen Kaufvertrag nach Inkrafttreten der Verordnung ab und kann diesen Kaufvertrag aufgrund der Einschlagsbeschränkung nicht ordnungsgemäß erfüllen, muss geprüft werden, ob der Waldbesitzer fahrlässig, grob fahrlässig oder vorsätzlich gehandelt hat. Der Käufer kann ggfs. Schadensersatz verlangen.

Praxisnaher und praktikabler Vollzug notwendig!

Der Bayerische Waldbesitzerverband steht derzeit in enger Abstimmung mit dem Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, um eine praxisnahe Lösung bei der Umsetzung der HolzEinschlBeschrV2021 zu erreichen. Insbesondere für den Kleinprivatwald müssen praktikable Lösungen ermöglicht werden. Die derzeitige Bundesregelung führt im Kleinprivatwald (und damit auch bei den Forstzusammenschlüssen) zu einem faktischen Einschlagsstopp und zu unzumutbaren wirtschaftlichen Härten. Gleichzeitig ist es dringend notwendig, den Waldumbau in klimastabile Bestände fortzusetzen. Dieser wurde vielerorts aufgrund der großen Kalamitätsmengen und dem desolaten Holzmarkt seit mehreren Jahren zurückgestellt. Dieses führte zu einem weiteren Vorratsaufbau in den Wäldern und damit zu einer weiteren Risikoerhöhung gegenüber Kalamitäten. Eine Überschreitung der Einschlagsbeschränkung kann zu einer Ordnungswidrigkeit nach der HolzEinschlBeschrV2021 und zu einem illegalen Holzeinschlag nach dem Holzhandelssicherungsgesetz führen. Damit verbunden sind ggfs. weitere förderrechtliche Konsequenzen.

 Sobald es entsprechende Handlungsempfehlungen gibt, werden wir Sie informieren.

 

Verwendete Quellen: Forstschäden-Ausgleichsgesetz; HolzEinschlBeschrV2021; EStG; BayStMFH; BMEL; Reinhard Schmid „Auswirkungen der HolzEinschlBeschrV2021 nach dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz“, Dr. Kleeberg & Partner GmbH

 

Die Bayerischen Holzverwender

Bayern besteht aus einem Drittel aus Wald. Dieser wird bereits seit über 300 Jahren nachhaltig bewirtschaftet. Das heißt, es wird dafür gesorgt, dass immer genug Rohstoff in unseren Wäldern nachwächst. Diese aktive Forstwirtschaft ist die Grundlage des Klimaschutzes. Darauf basierend ist die mannigfaltige Verwendung von Holz erst möglich: Mit Holz kann man bauen und Möbel schreinern, mit Holz kann man Energie erzeugen, aus Holz entsteht Papier und ja sogar Kosmetik.

Wenn Sie mehr dazu wissen möchten, schauen Sie sich unser Datenblatt zum "Bayerischen Holzverwender" an.

Datenblatt "Die Bayerischen Holzverwender"

Datenblatt "Unser Wald. Der CO2-Sauger."

 

Update Waldprämie

Seit November 2020 können Waldbesitzer die Zahlung der Bundeswaldprämie in Höhe von 100 Euro pro Hektar Waldfläche beantragen. Insgesamt steht ein Fördervolumen in Höhe von 500 Mio. Euro zur Verfügung.

Die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR), die das Zahlungsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) abwickelt, hat im Januar 2021 eine Information zum aktuellen Stand veröffentlicht. Seit dem Start des Antragsverfahrens Ende November 2020 haben rund 57.000 private und kommunale Waldbesitzer die Prämie für bislang ca. 3 Millionen Hektar Wald beantragt. Die Summe der beantragten Mittel beträgt also bereits jetzt über die Hälfte der zur Verfügung stehenden Fördermittel; die Summe der bewilligten Mittel beläuft sich aktuell auf über 60 Millionen Euro.

Die FNR berichtet ferner, dass ein hoher Anteil der gestellten Anträge formale Mängel aufweist bzw. fehlerhaft gestellt wird. Antragsteller sollten bitte die folgenden Hinweise beachten, um ein reibungslose Beantragung sicherzustellen:

  • Es muss der aktuelle und vollständige Bescheid der Berufsgenossenschaft (SVLFG) eingereicht werden (Bescheid 2020; alle drei Seiten). Sollte Ihnen der aktuelle Bescheid nicht mehr vorliegen, können Sie ihn unter https://portal.svlfg.de/svlfg-apps/waldpraemie erneut anfordern
  • Falls Sie im Rahmen der Mitgliedschaft in einem Forstwirtschaftlichen Zusammenschluss (WBV/FBG) an der PEFC-Zertifizierung teilnehmen, benötigen sie eine entsprechende Bescheinigung Ihrer WBV oder FBG sowie eine Kopie der Rechnung über die PEFC-Teilnahmegebühr, die von der WBV oder FBG entrichtet wurde.
  • Alle Nachweise müssen unter Verwendung des Rücksendeblattes postalisch bei der FNR eingehen. Unterlagen, die per E-Mail oder Fax übermittelt werden, werden nicht berücksichtigt.

 

Hinweise zur Antragsstellung:

Bitte beachten Sie die untenstehenden Hinweise, um eine zügige Antragsbearbeitung zu gewährleisten: Bitte senden Sie keine Dokumente per E-Mail an die FNR.

  • Nachweise müssen unter Verwendung des Rücksendeblattes postalisch bei der FNR eingehen. Das Rücksendeblatt erhalten Sie nach Absenden der Daten (Online-Antrag) per E-Mail.
  • Prüfen Sie vorab genau, ob Sie als juristische oder natürliche Person beantragen. (Hinweis: juristische Person = Unternehmen, Vereine, sonstige Organisationen, Zusammenschlüsse, auch GbR). 
  • Antragsteller ist der/diejenige auf den/die der SVLFG-Bescheid ausgestellt ist.
  • Antragsteller, SVLFG-Bescheidinhaber und Zertifikatinhaber müssen dieselbe natürliche bzw. juristische Person sein. Ist das Zertifikat auf einen forstwirtschaftlichen Zusammenschluss ausgestellt, ist eine Mitgliedsbestätigung erforderlich.

 

Technische Hinweise zur Antragsstellung:

Praktische Voraussetzungen für die Antragstellung sind:

  • Computer (PC), Laptop oder Notebook mit Internet-Browser in aktueller Version. Von der Verwendung mobiler Endgeräte wie Smartphones sollte ebenso abgesehen werden wie von veralteten Browsern.
  • Eine stabile (!) Internetverbindung
  • Eine gültige E-Mail-Adresse.
  • Eine Bankverbindung einer Bank mit Sitz auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland.
  • Bereitzulegen sind:
    • Bescheid der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) – entfällt bei Kommunalwald-Anträgen,
    • Zertifikat(e) der Waldzertifizierungsysteme der Flächen, für die die Waldprämie beantragt wird (Im Falle eines Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes (PEFC)-Zertifikats: letzte Rechnung von PEFC),
    • ggfs. Mitgliedsbescheinigung der FBG
    • De-minimis-Bescheinigungen der letzten drei Jahre.

 

Seitens PEFC Deutschland wird von einem starken Zuwachs der zertifizierten Waldfläche berichtet. Vor dem Hintergrund des bisherigen Antragsvolumens ist zu befürchten, dass der Fördertopf vor dem Ende des Antragszeitraumes ausgeschöpft sein könnte.

Wir empfehlen allen Waldbesitzern, die die Bundeswaldprämie erhalten möchten, sich zeitnah um eine korrekte und fehlerfrei Antragstellung zu bemühen.

Bei technischen Fragen zum Online-Antragsformular oder Fehlfunktionen wenden Sie sich bitte an die FNR als durchführende Stelle unter Telefon: 03843/6930-500 (Mo-Fr von 9-11 Uhr)

 

 

Waldprämie: Auszahlung hat begonnen - Bericht vom 27.01.2021

Einmalzahlung für zertifizierte Wälder kann bis Ende Oktober 2021 online beantragt werden. Bislang wurden sehr viele Anträge eingereicht.

Die ersten Auszahlungen der Ende November gestarteten Nachhaltigkeitsprämie Wald an private und kommunale Waldbesitzer sind erfolgt. Anträge auf die Einmalzahlung können an die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e. V. (FNR) www.bundeswaldpraemie.de gerichtet werden, die das Zahlungsverfahren im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) durchführt.

 

Bitte beachten Sie, dass die online-Anträge Ihrer Bundeswaldprämie NICHT automatisch für Sie von uns durchgeführt werden. Mit der von uns zugeschickten Bestätigung Ihrer Mitgliedschaft in der FBG Haßberge w.V. und dem PEFC-Nachweisung per Rechnungskopie müssen Sie den Antrag im Internet www.bundeswaldpraemie.de EIGENSTÄNDIG beantragen.

Alle vollständigen Datenableichsformulare, welche für die Beantragung der Bundeswaldprämie notwendig sind, wurden von uns bearbeitet und versendet. Datenabgleichsblätter, welche unvollständig an uns geschickt wurden, können wir leider nicht bearbeiten.

Sollten Sie keine Unterlagen von uns erhalten haben, dann waren diese nicht korrekt ausgefüllt und konnten deshalb nicht bearbeitet werden. In diesem Fall melden Sie sich bitte bei uns telefonisch zu den bekannten Sprechzeiten, um die weitere Vorgehensweise zu besprechen.

 

 

 

Informationen Waldprämie

Die Bundesregierung hat vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und als Reaktion auf deren wirtschaftliche Folgen im Juni dieses Jahres ein Konjunktur- und Zukunftspaket mit einem Gesamtvolumen von 130 Mrd. Euro beschlossen. In diesem Rahmen stellt die Bundesregierung 700 Mio. Euro für den Sektor Forst und Holz bereit. Neben einem Investitionsprogramm und einer Stärkung des Holzbaus können 500 Mio. Euro direkt von Waldbesitzern beantragt werden, sofern die Nachhaltigkeit der Waldbewirtschaftung zertifiziert ist und ein SVLFG-Bescheid vorliegt.

Als Waldbesitzer und Mitglied in der FBG Haßberge nehmen Sie an PEFC-Sammelzertifizierung teil oder sind selbst PEFC Zertifiziert und können somit von dieser Konjunkturbeihilfe profitieren. Wenn Ihr Waldbesitz größer als 1 ha ist, können Sie einen einmaligen Förderbetrag in Höhe von 100 Euro pro Hektar Wald erhalten.

Die Voraussetzungen hierfür sind:

1.Ihr Waldbesitz ist insgesamt größer als 1 ha; damit gilt eine Bagatellgrenze von 100 Euro

2.Sie können die Konjunkturbeihilfe im Rahmen Ihres De-minimis-Kontingentes erhalten; hierzu ist eine entsprechende De-minimis-Erklärung abzugeben,

3.Die nachhaltige Bewirtschaftung Ihres Waldes ist zertifiziert (z. B. PEFC) und

4.Die Konjunkturbeihilfe wird fristgerecht über ein Online-Portal beantragt und die erforderlichen Nachweise werden vollständig eingereicht.

5.Die Richtlinien der Konjunkturbeihilfe sind zu beachten. Auszug aus der Richtline: „ 4.1.3 Abgabe der Selbstverpflichtung, das in Nummer 4.1.2 bezeichnete Forstzertifikat für mindestens zehn Jahre ab dem Zeitpunkt der Auszahlung der Prämie zu halten, Nachweispflicht über den Fortbestand der Zertifizierung in diesem Zeitraum sowie Zustimmung zur Rückforderung und Rückzahlung der verzinsten Prämie im Fall der freiwilligen Aufgabe der Zertifizierung oder der vorzeitigen Aberkennung des Zertifikats.“

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich online über die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Alle Informationen und den Zugang zum Online-Antrag finden Sie hier: www.bundeswaldpraemie.de . Im Antragsverfahren müssen Sie Angaben aus Ihrem Beitragsbescheid der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) übernehmen und Angaben zur Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung machen. Hierzu benötigen Sie eine entsprechende Bescheinigung über Ihre Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung im Rahmen Ihrer Mitgliedschaft in der FBG Haßberge w.V. Bitte beachten Sie, dass die Angaben im SVLFG-Bescheid mit den Angaben in der Bescheinigung über die Mitgliedschaft im FZus und die damit verbundene Teilnahme an der PEFC-Zertifizierung übereinstimmen. Dies gilt für Name und Anschrift des Waldbesitzers ebenso, wie für die Größe der Forstfläche.

Falls Sie die Konjunkturbeihilfen beantragen möchten, fordern Sie bitte die dafür benötigte Bescheinigung mit beigefügtem Formular für Ihre Antragsstellung bei uns an. Bitte gleichen Sie Ihre Mitgliedsdaten mit Ihrem SVLFG-Bescheid ab und teilen Sie uns mit beiliegendem Formular die eventuellen Änderungen mit.

Wir freuen uns sehr, dass Sie über die Mitgliedschaft in unserem Zusammenschluss Zugang zu diesem Konjunkturprogramm erhalten. Für uns ist die Abwicklung mit einem nicht unerheblichen Aufwand verbunden. Wir bitten daher um Verständnis, dass wir für die Ausstellung und die Bearbeitung der Bescheinigung mit den förderrelevanten Daten eine geringe Gebühr in Höhe von 15 Euro erheben müssen. Es handelt sich um eine individuelle Leistung, die nicht allen Mitgliedern unseres Zusammenschlusses offensteht. Wir bitten hierfür um Ihr Verständnis.

Benötigen Sie Hilfe bei der Antragstellung? Gerne unterstützen wir unsere Mitglieder bei der Beantragung gegen eine Servicegebühr von 50 Euro. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an unsere Geschäftsstelle. Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

 

Helden im Wald - neue PEFC Kampagne

Was wäre, wenn es unseren Wald und seine wundervollen Geschichten in ihm nicht mehr gäbe? Diese Frage steckt hinter der neuen Aufklärungsaktion von PEFC Deutschland.

PEFC-zertifizierte Waldbesitzer(innen) sorgen jetzt und in Zukunft dafür, dass der Wald erhalten bleibt. Da die nachhaltige Waldbewirtschaftung sich für Unbeteiligte nicht von selbst erschließt, stellt die neu eingerichtete Website www.helden-im-wald.de einen Fundus an allgemeinverständlichen Informationen bereit.

Um zur Website zu gelangen, kicken Sie bitte hier.

 

Aktiver Klimaschutz

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder und eine aktive Forstwirtschaft sind Grundlage für effektiven Klimaschutz. Die Klimaerwärmung hinterlässt katastrophale Schäden in den Wäldern - das zeigt umso deutlicher, wie dringend erfolgreiche Maßnahmen zum Klimaschutz nötig sind.

Schauen Sie sich den Kurzfilm zum Thema "aktiver Klimaschutz" hier an.

 

Wassermangel: Trocknet Bayern aus?

Niedrigwasser-Management wird nach allen Prognosen auch 2020 Forst- und Landwirtschaft, Behörden und Politik vor immer größere Herausforderungen stellen. Was bedeutet zunehmender Wassermangel für die Wasserversorgung in Bayern?

Der Main als Lebensader und Bundeswasserstraße konnte in den vergangenen Jahren nur mühsam am Leben erhalten werden. Im Herbst 2019 starben hektarweise in vielen Teilen Bayerns vor allem Fichten- und Kiefernwälder aufgrund der Trockenheit ab. Längst sprechen Experten von einem "neuen Waldsterben". Ob Frankenwald, Fichtelgebirge oder Veldensteiner Forst, teilweise sind 30 Prozent der Flächen betroffen, oft die Hälfte und manchmal sind sogar 70 Prozent der Bäume massiv geschwächt und geschädigt oder tot. Beste Voraussetzungen für die Ausbreitung des Borkenkäfers. Das befallene Holz aber muss schnellstens aus dem Wald, damit sich der Schädling nicht noch weiterverbreitet. Infolge des hohen Holzaufkommens decken die Einnahmen aus dem Holzverkauf oft nicht einmal mehr die Kosten für Fällen und Abtransport. Grund genug für die Waldbesitzer jeden noch so entfernten Absatzmarkt zu nutzen. Teile des Holzes verkaufen sie mittlerweile bis nach China. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hält das für den „völlig falschen Weg“. Glauber sieht den Freistaat in der Verantwortung und will sich dafür einsetzen, dass in die Ausschreibungen in Bayern die Energiebilanz mit einbezogen wird. Niedrigwasser-Management wird nach allen Prognosen also auch in den Folgejahren Forst- und Landwirtschaft, Behörden und Politik vor immer größere Herausforderungen stellen. Wie lässt sich der Wald retten? Was bedeutet zunehmender Wassermangel für die Wasserversorgung in Bayern? Wann droht ein Verteilungskonflikt zwischen Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Konsum, zwischen Nord- und Südbayern? Die Dokumentation "Wassermangel – Trocknet Bayern aus?" geht diesen Fragen und den Ursachen für das Waldsterben nach. Klimaforscher erklären die Veränderungen bei Temperatur und Niederschlag, die Bayern in den kommenden 30 Jahre zu erwarten hat.

 Hier gelangen Sie zur Dokumentation.
 
 

FBG Haßberge w.V. und AELF Schweinfurt schließen eine Kooperationsvereinbarung

 

 

Der Klimawandel und die demographische Entwicklung bei den Waldbesitzern stellen die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen, die nur in enger Zusammenarbeit mit den forstlichen Zusammenschlüssen der Waldbesitzer und dem Staat sowie den Verbänden bewältigt werden können. Die Zusammenarbeit soll intensiviert und Synergieeffekte genutzt werden. Mit dieser Kooperationsvereinbarung wird ein wesentliches Element des Waldpaktes aus dem Jahr 2018 zwischen der bayerischen Staatsregierung und den forstlichen Zusammenschlüssen der Waldbesitzenden auf lokaler Ebene umgesetzt. Den Forstlichen Zusammenschlüssen soll zukünftig mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung eine größere Bedeutung bei der Bewältigung der Herausforderungen im Klimawandel zukommen.

 

Waldbesitzende müssen in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützt werden, damit der Wald auch in Zukunft seine wichtigen Funktionen „Ökologie, Ökonomie und Soziales“ für die Gesellschaft erbringen kann.

 

Daher besiegeln die Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt ihre zukünftige Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung. Beide Partner wollen den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern aktiv dabei helfen, ihren Wald fit für die Zukunft zu gestalten und nachhaltig zu bewirtschaften.

 

Schwerpunkte der künftigen Zusammenarbeit zwischen Forstbetriebsgemeinschaft Hassberge und dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten liegt in der Unterstützung der Waldbesitzenden beim Waldumbau sowie in gemeinsamen Fortbildungsangeboten. Dazu zählen Informationsabende, forstpraktische Schulungen sowie Lehrfahrten.

 

Am 17. Februar 2020 wurde die Vereinbarung in Hofheim in Ufr. vom 1. Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge Bürgermeister Wolfgang Borst und dem Abteilungsleiter des AELF Schweinfurt Forstoberrat Jürgen Hahn im Beisein von Landtagsabgeordneten Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider sowie den Mitarbeitern der FBG Haßberge unterschrieben.

 

Demo Mainz 27.09.2019

Rund 1000 Waldeigentümer aus ganz Deutschland bei Demonstration in Mainz

An der Demonstration anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) am vergangenen Freitag, 27. September 2019, haben rund 1000 Waldeigentümer aus ganz Deutschland teilgenommen. Mit Fahnen der einzelnen Bundesländer und einer Vielzahl von Schildern hat sich der Zug zum Tagungshotel bewegt. Im Fokus der Demonstration standen die Forderungen nach Unterstützung in der aktuellen Krise im Wald durch die Landesregierungen.

Gemeinsam mit der FV Oberfranken organisierte die FV Unterfranken einen Bus zur Demo nach Mainz und ermöglichte somit den Mitgliedern der FV Unterfranken und den Forstbetriebsgemeinschaften zusammen an der Demo teilzunehmen. In der früh um 6.00 Uhr startet der Bus in Richtung Mainz. Für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt und alle Teilnehmer konnten einen erlebnisreichen Tag verbringen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte zwischendurch die AMK verlassen und in einer 15-minütigen Rede die Hilfen vorgestellt, die sie den Waldeigentümern bereits zugesagt hat. Darüber hinaus machte sie deutlich, welch wichtigen Beitrag diese leisten würden für die Stabilität der Wälder, für den Klimaschutz sowie für weitere Ökosystemleistungen.

Zwei Tage zuvor hatte sie auf dem Waldgipfel in Berlin finanzielle Mittel in einer Höhe von 547 Millionen Euro zugesichert. Über die Kofinanzierung durch die Bundesländer ergibt dies eine Summe von rund 800 Millionen Euro. Diese Mittel sollen innerhalb von vier Jahren für die Räumung von Schadholz und für die Wiederbewaldung eingesetzt werden.

Darüber hinaus hatte sie eine Vielzahl weiterer Hilfsmaßnahmen vorgestellt, darunter ein nationales Waldschutzmonitoring, den Ausbau der Forschung zu klimaresilienten Baumarten, die Überprüfung und Anpassung des Forstschädenausgleichsgesetzes.

Jetzt müssen die Hilfen auf die Fläche kommen, so eine zentrale Forderung der Waldeigentümer an die zuständigen Länderminister: Dazu zählen die Vereinfachung der Förderung (u.a. mittels Erstellung von kurzen und verständlichen Förderanträgen), eine Härtefallregelung sowie eine Lösung für die De-minimis-Regelung beispielsweise über eine Notifizierung in Brüssel.

Darüber hinaus müsste eine Honorierung der Ökosystemleistungen erfolgen, welche durch das Bundeslandwirtschaftsministerium in Aussicht gestellt wurde. Dazu zählt eine CO2-Abgabe, die dem Wald für die Klimaschutzleistung zugutekommt.

Jahresfahrt 2019

Am 24.07.2019 um 8.00 Uhr startete unsere diesjährige Jahresfahrt nach Nürnberg. Der erste Teil unserer Tagestour führte uns in die Waldarbeiterschule Buchenbühl, wo eine Waldexkursion durch den Nürnberger Reichswald geplant war. Herr Stölzner von der Bayerischen Staatsforsten führte uns durch die Wälder und zeigt den Mitgliedern zum einen die Schäden, welche in den letzten Jahren durch Trockenheit, Käfer und sonstiger Kalamitäten entstanden sind, aber auch einen Teil des Waldes, welcher noch keine so hohen Schäden genommen hat. Herr Stölzner erklärte anhand von Schaubildern, wie dramatisch das Klima sich in den letzten Jahren gewandelt hat und welche Erwartungen in den nächsten Jahren anstehen. Dies ist für den Wald eine Katastrophe. Nach der durchaus interessanten Waldexkursion stärkten wir uns mit einem Mittagessen in der Waldarbeiterschule. Im Anschluss wurden wir von Herrn Heisig, Leiter der Waldarbeiterschule und einem Mitarbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt. Der erste Teil konnte durch Geschick und Fachwissen über den elektrischen Fällkeil und Motorsägen erfahren, während der andere Teil über diverse und seltene Baumarten ihr Wissen erweitern konnten. Ebenfalls hat Herr Heisig durch die Räumlichkeiten der Waldarbeiterschule geführt. Nach einer Kaffeepause starteten wir mit dem Bus Richtung Forchheim, wo wir durch einen Keller geführt wurden und Herr Muß einiges über die Forchheimer Keller vermitteln konnte. Der Tagesausflug fand seinen Ausklang am Winterbauer Keller in Forchheim, wo sich die Mitglieder beim gemeinsamen Abendessen über den erlebnisreichen Tag austauschen konnten. Gegen 19.30 Uhr starten wir mit dem Bus die Heimreise an. Der Ausflug endete planmäßig an den Stellen Eltmann, Hassfurt und Hofheim.

Wir hoffen auch in diesem Jahr, das es unseren Mitgliedern gefallen hat und der Ausflug in guter Erinnerung bleibt.

 

Neuer Förster in der FBG Haßberge w.V.

Foto: FBG Haßberge w.V.

Seit 01.04.2019 wird unser Team durch unseren neuen Mitarbeiter 

Herrn Till Zimmermann -Forstingenieur (FH)-

verstärkt.

Geboren bin ich 1975 in München. Nach meiner Schreinerlehre interessierte ich mich mehr und mehr für die Wald- und Forstwirtschaft. Dies habe ich an der Fachhochschule in Weihenstephan in Freising ab dem Jahr 2000 studiert. Nach meinem Abschluss 2006 absolvierte ich noch den Anwärterlehrgang in Lohr am Main. Nach diesem erfolgreichen Abschluss führte mich meine forstliche Laufbahn mit kurzen Unterbrechungen von 2008 bis 2013 an das AELF Ansbach, wo ich mit Revierleitertätigkeiten betraut war. Von August 2013 bis März 2019 habe ich an der FBG Sinn-Saale in Burgsinn in Revierleitertätigkeiten den Privat- und Kommunalwald betreut.

In meiner Freizeit fahre ich viel Mountainbike und Snowboard.

Ich freue mich auf eine abwechslungsreiche und schöne Zeit bei der FBG Hassberge und Ihren Mitgliedern.

 

 

Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu Gast bei der Forstlichen Vereinigung Unterfranken e.V.

© FBG Haßberge w.V.

Im Bild (von Links) Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, Ministerialrat Urban Treutlien, FVU-Vorsitzende Wolfgang Borst, Christan Mehlhorn und Anna Seidenzahl (FBG Haßberge), Staatsminister Helmut Brunner, Birgitt Ulrich (FVU und FBG-Geschäftsführerin), FVU-Vorsitzender Josef Mend und Landrat Wilhelm Schneider.

 

Helmut Brunner eröffnet proHolz Bayern Aktion „Waldschilder“ der FBG Haßberge

Hoher Besuch war am Freitag, den 2. März 2018, in Hofheim zugegen. Herr Staatsminister Helmut Brunner folgte der Einladung und besuchte die Forstwirtschaftliche Vereinigung Unterfranken (FVU) mit Ihrem Sitz der Geschäftsstelle in Hofheim in Unterfranken. Die FVU ist der Dachverband aller Forstwirtschaftlichen Vereinigungen in Unterfranken. Neben den musikalischen Grüßen vom gerade mit dem „Heimatpreis“ ausgezeichneten Hofheimer Spielmannszug informierte sich der Staatsminister über die anstehenden Herausforderungen der FVU, deren Mitglieder und Waldbesitzer.

Im Bürgerzentrum der Stadt Hofheim waren die Vorsitzenden und Geschäftsführer der unterfränkischen Forstbetriebsgemeinschaften, als auch die Bereichsleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammengekommen, um auf die anstehenden Aufgabenstellungen der  Forstleute hinzuweisen. Diese sind: die bevorstehende Aufgabe der staatlichen Beförsterung in Kommunalwäldern, die Rechtslage der altrechtlichen Waldkörperschaften und die diesjährige Prognose der Schwammspinner- und Eichenprozzesionsspinnerpopulation.

Die mitunter sehr alten Waldkörperschaften sind an das heutige Rechtssystem nicht angepasst. Dadurch kommt es bei der Führung solcher Körperschaften zu vielen praktischen Problemen bis hin zur gänzlichen Handlungsunfähigkeit. Zu diesem besonderen und dringlichen Problem wurde dem Staatsminister eine Petition von Herrn Borst (1. Vorsitzener FVU und FBG Haßberge w.V.) und Herrn Mend (Vorstand FVU und 1. Bgm. der Stadt Iphofen) überreicht. 

Auch der Rückzug der staatlichen Beförsterung im Kommunalwald über 200 ha wurde besprochen. So sollen die Kommunalwälder sukzessive aus der staatlichen Beförsterung genommen werden. Dies soll sauber strukturiert und sozialverträglich bis zum Jahr 2025 erfolgen.

Ein Highlight für die Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. war die offizielle Vorstellung der proHolz Bayern Waldschilder durch den bayerischen Staatsminister. Die Aktion „Waldschilder“ soll auf anschauliche und informative Weise die Notwendigkeit und den Nutzen einer nachhaltigen Forstwirtschaft vermitteln und so das konfliktfreie nebeneinander aller Interessengruppen in unseren Wäldern zu fördern. Angesprochen werden mit dieser Aktion alle Besucher des Waldes. Durch den Link zur Website von proHolz Bayern und dem PEFC-Siegel werden die Waldbesucher angeregt, sich weiter über das Thema zu informieren. Durch die namentliche Nennung der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. soll der regionale Bezug hergestellt werden und der Bekanntheitsgrad erhöht werden.

Die vollständige Petition können Sie nachfolgend einsehen.

Wunschwald

 

PEFC Deutschland fragt: Wie stellen sich die Deutschen ihren Wald der Zukunft vor? Seit Donnerstag, den 19. Januar, kann jeder unter www.wunschwald.com seinen persönlichen Wunsch an den Wald der Zukunft verfassen, einen Baum „pflanzen“ und so einen interaktiven „Wald der Wünsche“ wachsen lassen. Mit dem Wettbewerb, bei dem die Wünsche in den sozialen Medien geteilt und geliked werden können, will PEFC für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald werben. Zum Abschluss der Aktion am Tag des Waldes (21. März 2017) werden die Wünsche der Deutschen an ihren Wald ausgewertet und herausragende Ideen im Rahmen eines spektakulären Medien-Kunstwerks in Berlin inszeniert.

 

 

Bayerischer Rundfunk - Unser Land

Foto: FBG Haßberge

 

Fluch oder Segen? – Plötzlich Waldbesitzer

Am 6. Juli fanden im Bereich der FBG Haßberge die Dreharbeiten zu einem Beitrag für die Sendung „Unser Land“ des Bayerischen Rundfunks statt.

In Bayern gibt es ca. 2,5 Millionen ha Wald, davon sind ca. 57% Privatwald mit ca. 600.000 Waldbesitzern. Im Zuge einer Erbschaft kommt es immer wieder vor, dass jemand plötzlich Waldbesitzer wird, ohne sich vorher mit dem Thema Wald und Waldbewirtschaftung auseinander gesetzt hat. Der Beitrag zeigt wie Forstbetriebsgemeinschaften den Erben bei der Bewirtschaftung Ihrer Wälder unterstützen können. Konkret wurde im Bereich der FBG Haßberge an zwei Beispielen gezeigt wie eine Waldbewirtschaftung gemeinsam mit den Waldbesitzern aussehen kann. Zusammen mit den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten können die Waldbesitzer umfassend beraten werden, die Bewirtschaftung der Wälder wird nachhaltig durch die Forstbetriebsgemeinschaft sichergestellt.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der BR Mediathek http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/wald-erben-100.html