Helden im Wald - neue PEFC Kampagne

Was wäre, wenn es unseren Wald und seine wundervollen Geschichten in ihm nicht mehr gäbe? Diese Frage steckt hinter der neuen Aufklärungsaktion von PEFC Deutschland.

PEFC-zertifizierte Waldbesitzer(innen) sorgen jetzt und in Zukunft dafür, dass der Wald erhalten bleibt. Da die nachhaltige Waldbewirtschaftung sich für Unbeteiligte nicht von selbst erschließt, stellt die neu eingerichtete Website www.helden-im-wald.de einen Fundus an allgemeinverständlichen Informationen bereit.

Um zur Website zu gelangen, kicken Sie bitte hier.

 

Aktiver Klimaschutz

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder und eine aktive Forstwirtschaft sind Grundlage für effektiven Klimaschutz. Die Klimaerwärmung hinterlässt katastrophale Schäden in den Wäldern - das zeigt umso deutlicher, wie dringend erfolgreiche Maßnahmen zum Klimaschutz nötig sind.

Schauen Sie sich den Kurzfilm zum Thema "aktiver Klimaschutz" hier an.

 

Wassermangel: Trocknet Bayern aus?

Niedrigwasser-Management wird nach allen Prognosen auch 2020 Forst- und Landwirtschaft, Behörden und Politik vor immer größere Herausforderungen stellen. Was bedeutet zunehmender Wassermangel für die Wasserversorgung in Bayern?

Der Main als Lebensader und Bundeswasserstraße konnte in den vergangenen Jahren nur mühsam am Leben erhalten werden. Im Herbst 2019 starben hektarweise in vielen Teilen Bayerns vor allem Fichten- und Kiefernwälder aufgrund der Trockenheit ab. Längst sprechen Experten von einem "neuen Waldsterben". Ob Frankenwald, Fichtelgebirge oder Veldensteiner Forst, teilweise sind 30 Prozent der Flächen betroffen, oft die Hälfte und manchmal sind sogar 70 Prozent der Bäume massiv geschwächt und geschädigt oder tot. Beste Voraussetzungen für die Ausbreitung des Borkenkäfers. Das befallene Holz aber muss schnellstens aus dem Wald, damit sich der Schädling nicht noch weiterverbreitet. Infolge des hohen Holzaufkommens decken die Einnahmen aus dem Holzverkauf oft nicht einmal mehr die Kosten für Fällen und Abtransport. Grund genug für die Waldbesitzer jeden noch so entfernten Absatzmarkt zu nutzen. Teile des Holzes verkaufen sie mittlerweile bis nach China. Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hält das für den „völlig falschen Weg“. Glauber sieht den Freistaat in der Verantwortung und will sich dafür einsetzen, dass in die Ausschreibungen in Bayern die Energiebilanz mit einbezogen wird. Niedrigwasser-Management wird nach allen Prognosen also auch in den Folgejahren Forst- und Landwirtschaft, Behörden und Politik vor immer größere Herausforderungen stellen. Wie lässt sich der Wald retten? Was bedeutet zunehmender Wassermangel für die Wasserversorgung in Bayern? Wann droht ein Verteilungskonflikt zwischen Land- und Forstwirtschaft, Industrie und Konsum, zwischen Nord- und Südbayern? Die Dokumentation "Wassermangel – Trocknet Bayern aus?" geht diesen Fragen und den Ursachen für das Waldsterben nach. Klimaforscher erklären die Veränderungen bei Temperatur und Niederschlag, die Bayern in den kommenden 30 Jahre zu erwarten hat.

 Hier gelangen Sie zur Dokumentation.
 
 

FBG Haßberge w.V. und AELF Schweinfurt schließen eine Kooperationsvereinbarung

 

 

Der Klimawandel und die demographische Entwicklung bei den Waldbesitzern stellen die Forstwirtschaft vor große Herausforderungen, die nur in enger Zusammenarbeit mit den forstlichen Zusammenschlüssen der Waldbesitzer und dem Staat sowie den Verbänden bewältigt werden können. Die Zusammenarbeit soll intensiviert und Synergieeffekte genutzt werden. Mit dieser Kooperationsvereinbarung wird ein wesentliches Element des Waldpaktes aus dem Jahr 2018 zwischen der bayerischen Staatsregierung und den forstlichen Zusammenschlüssen der Waldbesitzenden auf lokaler Ebene umgesetzt. Den Forstlichen Zusammenschlüssen soll zukünftig mit Unterstützung der Bayerischen Staatsregierung eine größere Bedeutung bei der Bewältigung der Herausforderungen im Klimawandel zukommen.

 

Waldbesitzende müssen in dieser schwierigen Zeit bestmöglich unterstützt werden, damit der Wald auch in Zukunft seine wichtigen Funktionen „Ökologie, Ökonomie und Soziales“ für die Gesellschaft erbringen kann.

 

Daher besiegeln die Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge und das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Schweinfurt ihre zukünftige Zusammenarbeit in einer Kooperationsvereinbarung. Beide Partner wollen den Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern aktiv dabei helfen, ihren Wald fit für die Zukunft zu gestalten und nachhaltig zu bewirtschaften.

 

Schwerpunkte der künftigen Zusammenarbeit zwischen Forstbetriebsgemeinschaft Hassberge und dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten liegt in der Unterstützung der Waldbesitzenden beim Waldumbau sowie in gemeinsamen Fortbildungsangeboten. Dazu zählen Informationsabende, forstpraktische Schulungen sowie Lehrfahrten.

 

Am 17. Februar 2020 wurde die Vereinbarung in Hofheim in Ufr. vom 1. Vorsitzenden der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge Bürgermeister Wolfgang Borst und dem Abteilungsleiter des AELF Schweinfurt Forstoberrat Jürgen Hahn im Beisein von Landtagsabgeordneten Steffen Vogel und Landrat Wilhelm Schneider sowie den Mitarbeitern der FBG Haßberge unterschrieben.

 

Demo Mainz 27.09.2019

Rund 1000 Waldeigentümer aus ganz Deutschland bei Demonstration in Mainz

An der Demonstration anlässlich der Agrarministerkonferenz (AMK) am vergangenen Freitag, 27. September 2019, haben rund 1000 Waldeigentümer aus ganz Deutschland teilgenommen. Mit Fahnen der einzelnen Bundesländer und einer Vielzahl von Schildern hat sich der Zug zum Tagungshotel bewegt. Im Fokus der Demonstration standen die Forderungen nach Unterstützung in der aktuellen Krise im Wald durch die Landesregierungen.

Gemeinsam mit der FV Oberfranken organisierte die FV Unterfranken einen Bus zur Demo nach Mainz und ermöglichte somit den Mitgliedern der FV Unterfranken und den Forstbetriebsgemeinschaften zusammen an der Demo teilzunehmen. In der früh um 6.00 Uhr startet der Bus in Richtung Mainz. Für das leibliche Wohl wurde bestens gesorgt und alle Teilnehmer konnten einen erlebnisreichen Tag verbringen.

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hatte zwischendurch die AMK verlassen und in einer 15-minütigen Rede die Hilfen vorgestellt, die sie den Waldeigentümern bereits zugesagt hat. Darüber hinaus machte sie deutlich, welch wichtigen Beitrag diese leisten würden für die Stabilität der Wälder, für den Klimaschutz sowie für weitere Ökosystemleistungen.

Zwei Tage zuvor hatte sie auf dem Waldgipfel in Berlin finanzielle Mittel in einer Höhe von 547 Millionen Euro zugesichert. Über die Kofinanzierung durch die Bundesländer ergibt dies eine Summe von rund 800 Millionen Euro. Diese Mittel sollen innerhalb von vier Jahren für die Räumung von Schadholz und für die Wiederbewaldung eingesetzt werden.

Darüber hinaus hatte sie eine Vielzahl weiterer Hilfsmaßnahmen vorgestellt, darunter ein nationales Waldschutzmonitoring, den Ausbau der Forschung zu klimaresilienten Baumarten, die Überprüfung und Anpassung des Forstschädenausgleichsgesetzes.

Jetzt müssen die Hilfen auf die Fläche kommen, so eine zentrale Forderung der Waldeigentümer an die zuständigen Länderminister: Dazu zählen die Vereinfachung der Förderung (u.a. mittels Erstellung von kurzen und verständlichen Förderanträgen), eine Härtefallregelung sowie eine Lösung für die De-minimis-Regelung beispielsweise über eine Notifizierung in Brüssel.

Darüber hinaus müsste eine Honorierung der Ökosystemleistungen erfolgen, welche durch das Bundeslandwirtschaftsministerium in Aussicht gestellt wurde. Dazu zählt eine CO2-Abgabe, die dem Wald für die Klimaschutzleistung zugutekommt.

Jahresfahrt 2019

Am 24.07.2019 um 8.00 Uhr startete unsere diesjährige Jahresfahrt nach Nürnberg. Der erste Teil unserer Tagestour führte uns in die Waldarbeiterschule Buchenbühl, wo eine Waldexkursion durch den Nürnberger Reichswald geplant war. Herr Stölzner von der Bayerischen Staatsforsten führte uns durch die Wälder und zeigt den Mitgliedern zum einen die Schäden, welche in den letzten Jahren durch Trockenheit, Käfer und sonstiger Kalamitäten entstanden sind, aber auch einen Teil des Waldes, welcher noch keine so hohen Schäden genommen hat. Herr Stölzner erklärte anhand von Schaubildern, wie dramatisch das Klima sich in den letzten Jahren gewandelt hat und welche Erwartungen in den nächsten Jahren anstehen. Dies ist für den Wald eine Katastrophe. Nach der durchaus interessanten Waldexkursion stärkten wir uns mit einem Mittagessen in der Waldarbeiterschule. Im Anschluss wurden wir von Herrn Heisig, Leiter der Waldarbeiterschule und einem Mitarbeiter in zwei Gruppen aufgeteilt. Der erste Teil konnte durch Geschick und Fachwissen über den elektrischen Fällkeil und Motorsägen erfahren, während der andere Teil über diverse und seltene Baumarten ihr Wissen erweitern konnten. Ebenfalls hat Herr Heisig durch die Räumlichkeiten der Waldarbeiterschule geführt. Nach einer Kaffeepause starteten wir mit dem Bus Richtung Forchheim, wo wir durch einen Keller geführt wurden und Herr Muß einiges über die Forchheimer Keller vermitteln konnte. Der Tagesausflug fand seinen Ausklang am Winterbauer Keller in Forchheim, wo sich die Mitglieder beim gemeinsamen Abendessen über den erlebnisreichen Tag austauschen konnten. Gegen 19.30 Uhr starten wir mit dem Bus die Heimreise an. Der Ausflug endete planmäßig an den Stellen Eltmann, Hassfurt und Hofheim.

Wir hoffen auch in diesem Jahr, das es unseren Mitgliedern gefallen hat und der Ausflug in guter Erinnerung bleibt.

 

Neuer Förster in der FBG Haßberge w.V.

Foto: FBG Haßberge w.V.

Seit 01.04.2019 wird unser Team durch unseren neuen Mitarbeiter 

Herrn Till Zimmermann -Forstingenieur (FH)-

verstärkt.

Geboren bin ich 1975 in München. Nach meiner Schreinerlehre interessierte ich mich mehr und mehr für die Wald- und Forstwirtschaft. Dies habe ich an der Fachhochschule in Weihenstephan in Freising ab dem Jahr 2000 studiert. Nach meinem Abschluss 2006 absolvierte ich noch den Anwärterlehrgang in Lohr am Main. Nach diesem erfolgreichen Abschluss führte mich meine forstliche Laufbahn mit kurzen Unterbrechungen von 2008 bis 2013 an das AELF Ansbach, wo ich mit Revierleitertätigkeiten betraut war. Von August 2013 bis März 2019 habe ich an der FBG Sinn-Saale in Burgsinn in Revierleitertätigkeiten den Privat- und Kommunalwald betreut.

In meiner Freizeit fahre ich viel Mountainbike und Snowboard.

Ich freue mich auf eine abwechslungsreiche und schöne Zeit bei der FBG Hassberge und Ihren Mitgliedern.

 

 

Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zu Gast bei der Forstlichen Vereinigung Unterfranken e.V.

© FBG Haßberge w.V.

Im Bild (von Links) Landtagsabgeordneter Steffen Vogel, Ministerialrat Urban Treutlien, FVU-Vorsitzende Wolfgang Borst, Christan Mehlhorn und Anna Seidenzahl (FBG Haßberge), Staatsminister Helmut Brunner, Birgitt Ulrich (FVU und FBG-Geschäftsführerin), FVU-Vorsitzender Josef Mend und Landrat Wilhelm Schneider.

 

Helmut Brunner eröffnet proHolz Bayern Aktion „Waldschilder“ der FBG Haßberge

Hoher Besuch war am Freitag, den 2. März 2018, in Hofheim zugegen. Herr Staatsminister Helmut Brunner folgte der Einladung und besuchte die Forstwirtschaftliche Vereinigung Unterfranken (FVU) mit Ihrem Sitz der Geschäftsstelle in Hofheim in Unterfranken. Die FVU ist der Dachverband aller Forstwirtschaftlichen Vereinigungen in Unterfranken. Neben den musikalischen Grüßen vom gerade mit dem „Heimatpreis“ ausgezeichneten Hofheimer Spielmannszug informierte sich der Staatsminister über die anstehenden Herausforderungen der FVU, deren Mitglieder und Waldbesitzer.

Im Bürgerzentrum der Stadt Hofheim waren die Vorsitzenden und Geschäftsführer der unterfränkischen Forstbetriebsgemeinschaften, als auch die Bereichsleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten zusammengekommen, um auf die anstehenden Aufgabenstellungen der  Forstleute hinzuweisen. Diese sind: die bevorstehende Aufgabe der staatlichen Beförsterung in Kommunalwäldern, die Rechtslage der altrechtlichen Waldkörperschaften und die diesjährige Prognose der Schwammspinner- und Eichenprozzesionsspinnerpopulation.

Die mitunter sehr alten Waldkörperschaften sind an das heutige Rechtssystem nicht angepasst. Dadurch kommt es bei der Führung solcher Körperschaften zu vielen praktischen Problemen bis hin zur gänzlichen Handlungsunfähigkeit. Zu diesem besonderen und dringlichen Problem wurde dem Staatsminister eine Petition von Herrn Borst (1. Vorsitzener FVU und FBG Haßberge w.V.) und Herrn Mend (Vorstand FVU und 1. Bgm. der Stadt Iphofen) überreicht. 

Auch der Rückzug der staatlichen Beförsterung im Kommunalwald über 200 ha wurde besprochen. So sollen die Kommunalwälder sukzessive aus der staatlichen Beförsterung genommen werden. Dies soll sauber strukturiert und sozialverträglich bis zum Jahr 2025 erfolgen.

Ein Highlight für die Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. war die offizielle Vorstellung der proHolz Bayern Waldschilder durch den bayerischen Staatsminister. Die Aktion „Waldschilder“ soll auf anschauliche und informative Weise die Notwendigkeit und den Nutzen einer nachhaltigen Forstwirtschaft vermitteln und so das konfliktfreie nebeneinander aller Interessengruppen in unseren Wäldern zu fördern. Angesprochen werden mit dieser Aktion alle Besucher des Waldes. Durch den Link zur Website von proHolz Bayern und dem PEFC-Siegel werden die Waldbesucher angeregt, sich weiter über das Thema zu informieren. Durch die namentliche Nennung der Forstbetriebsgemeinschaft Haßberge w.V. soll der regionale Bezug hergestellt werden und der Bekanntheitsgrad erhöht werden.

Die vollständige Petition können Sie nachfolgend einsehen.

Wunschwald

 

PEFC Deutschland fragt: Wie stellen sich die Deutschen ihren Wald der Zukunft vor? Seit Donnerstag, den 19. Januar, kann jeder unter www.wunschwald.com seinen persönlichen Wunsch an den Wald der Zukunft verfassen, einen Baum „pflanzen“ und so einen interaktiven „Wald der Wünsche“ wachsen lassen. Mit dem Wettbewerb, bei dem die Wünsche in den sozialen Medien geteilt und geliked werden können, will PEFC für einen nachhaltigen Umgang mit dem Wald werben. Zum Abschluss der Aktion am Tag des Waldes (21. März 2017) werden die Wünsche der Deutschen an ihren Wald ausgewertet und herausragende Ideen im Rahmen eines spektakulären Medien-Kunstwerks in Berlin inszeniert.

 

 

Bayerischer Rundfunk - Unser Land

Foto: FBG Haßberge

 

Fluch oder Segen? – Plötzlich Waldbesitzer

Am 6. Juli fanden im Bereich der FBG Haßberge die Dreharbeiten zu einem Beitrag für die Sendung „Unser Land“ des Bayerischen Rundfunks statt.

In Bayern gibt es ca. 2,5 Millionen ha Wald, davon sind ca. 57% Privatwald mit ca. 600.000 Waldbesitzern. Im Zuge einer Erbschaft kommt es immer wieder vor, dass jemand plötzlich Waldbesitzer wird, ohne sich vorher mit dem Thema Wald und Waldbewirtschaftung auseinander gesetzt hat. Der Beitrag zeigt wie Forstbetriebsgemeinschaften den Erben bei der Bewirtschaftung Ihrer Wälder unterstützen können. Konkret wurde im Bereich der FBG Haßberge an zwei Beispielen gezeigt wie eine Waldbewirtschaftung gemeinsam mit den Waldbesitzern aussehen kann. Zusammen mit den Förstern der Ämter für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten können die Waldbesitzer umfassend beraten werden, die Bewirtschaftung der Wälder wird nachhaltig durch die Forstbetriebsgemeinschaft sichergestellt.

Den gesamten Beitrag finden Sie in der BR Mediathek http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/unser-land/wald-erben-100.html