• Die Zitterpappel (Populus tremula) wurde von der Stiftung Baum des Jahres – Dr. Silvius Wodarz – zum Baum des Jahres 2026 gekürt. Sie steht für Widerstandskraft, Artenvielfalt und Erneuerung im Klimawandel.

    Merkmale: mittelgroßer, sommergrüner Laubbaum mit 20–30 m Höhe, breit verzweigter Krone und gezähnten, zittrig schwingenden Blättern. Bevorzugt sonnige bis halbschattige, gut durchlässige Böden.

    Ökologische Bedeutung: Pionierart, die Schadflächen schnell wiederbesiedelt und Wald regeneriert; wichtig für Artenvielfalt. Über 60 Schmetterlingsarten sowie zahlreiche Vögel profitieren von ihr.

    Forschungsbezug: Im Projekt TreeHarm wird u. a. gezeigt, dass Mykorrhiza-Behandlungen die Widerstandsfähigkeit stärken und RNAi-Ansätze Schädlingsbefall reduzieren können.

    Aufruf der Stiftung: Schutz und verstärkte Integration der Zitterpappel in Landschaft und Wald.

    Hintergrund: Die Stiftung benennt seit 1989 jedes Jahr einen Baum des Jahres, um Natur- und Umweltschutz zu fördern. Die Schirmherrschaft übernimmt Silvia Breher; Levke Riedel wurde Baumkönigin. Die Initiative ruft zu Baumpflanzungen und weiteren Aktionen auf. Den Bericht der FNR finden sie hier.                                                                                                                                                                                                                                (Foto:FNR)

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FBG Haßberge besucht den Klimawald

Am 08.10.2025 besuchte das Team der FBG Haßberge w.V., auf Einladung der FV Unterfranken e.V., den Klimawald der Gemeinde Hausen b.Würzburg. Herr Bernd Schraut, Bürgermeister der Gemeinde begrüßte die Teilnehmer und Förster German-Michael Hahn führte die Gruppe, der seit Beginn unter seiner Betreuung stand, in einer Exkursion durch den Klimawald.   

Seit 1996 widmet Förster German-Michael Hahn sich der umfassenden Beobachtung der Folgen des Klimawandels für den deutschen Wald. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hausen entstand dafür ein besonderes Projekt. Im Verlauf mehrerer Jahrzehnte hat Förster Hahn eine Vielzahl von Baumarten und -gattungen auf zahlreichen Versuchsflächen angepflanzt. Diese Probeanpflanzungen dienen dazu, die spezifischen Anpassungsmechanismen der Bäume an veränderte klimatische Bedingungen wie steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und extreme Wettereignisse zu analysieren. Die gründliche Forschungsarbeit liefert wertvolle Erkenntnisse über Widerstandsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit unseres Waldes. 

Der „Forschungswald“ ist für die Öffentlichkeit zugänglich und lädt alle Waldfreunde ein, den Wald vor Ort zu erkunden und einen Einblick in die beeindruckende Welt der Klimahelden des Waldes zu werfen.

         

 

Baum des Jahres 2025

Foto: FNR/Kühling

Der Baum des Jahres 2025 ist die Roteiche (Quercus rubra). Diese beeindruckende Baumart stammt ursprünglich aus Nordamerika und ist bekannt für ihre prächtigen, tiefroten Herbstfarben und bringt mit ihrer leuchtend roten Herbstfärbung den „Indian Summer“ nach Europa. Die Roteiche kann bis zu 25 Meter hoch werden und zeichnet sich durch ihre breite, ausladende Krone und ihre charakteristischen, tiefgelappten Blätter aus.

Sie ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie zahlreichen Tieren Lebensraum und Nahrung bietet. Aufgrund ihrer Robustheit und ihrer Anpassungsfähigkeit wird die Roteiche zunehmend auch in europäischen Wäldern gepflanzt. Die Eicheln sind rundlich, etwa 3 cm groß, reifen im zweiten Jahr und werden in einem flachen Becher getragen.

Die Roteiche ist besonders im Waldbrandmanagement wertvoll: Ihr dichtes Blätterdach verzögert die Brandausbreitung, und sie kann nach Feuer aus ruhenden Knospen neu austreiben. Zudem ist sie unempfindlich gegen Trockenheit, Streusalz und hohe Temperaturen, was sie auch als Stadtbaum geeignet macht.

Sie wächst auf kalkarmen, feuchten Böden, ist widerstandsfähig und schnell wachsend. Das Holz ist grobporig, vielseitig verwendbar (z.B. Möbel, Parkett), aber nicht für Fässer geeignet. Insgesamt ist die Roteiche eine widerstandsfähige, anspruchslose Baumart, die in Deutschland zunehmend an Bedeutung gewinnt.

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Verschiebung der Einführung der EUDR

In den letzten Tagen haben sich im Rahmen eines Verbändebriefes und mehrerer direkter Gespräche der Bayer. Waldbesitzerverband, der BBV und die Familienbetriebe Land und Forst Bayern sowie die BaySF an die bayerischen Europaparlamentarier zur Unterstützung des Antrages gewandt. Auf Bundesebene hat die AGDW für die Änderungsanträge geworben.

Das Parlament hat nicht nur der Verschiebung der Einführung um ein Jahr zugestimmt, sondern die folgenden Änderungsanträge der EVP angenommen:

  • Einführung einer neuen zusätzlichen 4. No-Risk-Kategorie mit ausschließlichen Dokumentationspflichten,
  • Reduktion auf 0,1% Kontrollquote, gegenüber von 1%, wie von der EU-Kommission vorgesehenen und
  • eine zusätzliche Frist für den Fall, dass das Informationssystem und das Benchmarking 6 Monate vor Beginn der Anwendung noch nicht fertig sind.

Mit diesem Abstimmungsergebnis bittet das Parlament um eine Änderung der EUDR-VO. Damit gehen diese Änderungsanträge in den Trilog. Gemäß den EU-Statuten müssen die Kommission und der Rat diesen Änderungen zustimmen.

Das bisherige Ergebnis ist ein großer Erfolg der Zusammenarbeit von Waldbesitz, bayerischer Forstverwaltung sowie von AGDW und den Kollegen insbesondere in Österreich. Wir danken den EU-Parlamentariern, namentlich Frau Christine Singer und Stetan Köhler, die sich für diese sachgerechten Änderungen eingesetzt haben.

(Pressemitteilung Bay.Waldbesitzerverband)

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Ergebnis Bundeswaldinventur IV

lesen Sie die Pressemitteilungen von Staatsministerin Michaela Kaniber, STMELF und des Bay. Waldbesitzerverbandes zur vierten Bundeswaldinventur.

Forstministerin Michaela Kaniber lobt das große und leidenschaftliche Engagement der bayerischen Waldbesitzer und die enge Zusammenarbeit mit der Forstverwaltung. Die Ergebnisse des klaren eigentumsorientierte Weg der bayerischen Waldpolitik wurde hier eindrucksvoll bestätigt. So die Ministerin.

Weiter fordert der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes Bernhard Breitsameter, das Vorhaben eines neuen Waldgesetzes unverzüglich einzustellen. Ein neues Waldgesetz würgt den, durch die BWI IV belegten postiven Trend ab.

Deshalb: HÄNDE WEG VOM BUNDESWALDGESETZ!!!!

Amtseinführung der neuen bay.Waldhoheiten

Neue Bayerische Waldhoheiten

Der Präsident des Bayerischen Waldbesitzerverbandes, Bernhard Breitsameter, und die Bayerische Forstministerin Michaela Kaniber führten am Walderlebnis-Zentrum Grafrath die neuen bayerischen Waldhoheiten in ihr Amt ein. Waldkönigin in der Amtszeit 2024/2026 ist Patricia Vogl aus der Oberpfalz und neue Waldprinzessin ist Lea Wex aus Oberbayern.
„In anspruchsvollen Zeiten für unseren Wald sind die Waldhoheiten wichtige Botschafterinnen für Waldbesitz und Forstwirtschaft. Der Wald steht wie selten zuvor im Fokus der Öffentlichkeit. Deshalb ist es wichtig, mit Sachverstand und Engagement die Zusammenhänge der Gesellschaft zu vermitteln. Walderhalt und Waldumbau können nur durch aktive Waldbewirtschaftung gelingen. Diesem täglichen Einsatz gebt Ihr Gesicht und Stimme“, so Präsident Breitsameter anlässlich der Amtsübergabe.
Neue Bayerische Waldkönigin ist Patricia Vogl, 21 Jahre, aus Tiefenbach im Landkreis Cham. Sie studiert Agribusiness in Weihenstephan und stammt aus einer PrivatwaldbesitzerFamilie. Daher hatte sie schon in frühen Jahren die praktische Waldarbeit kennen gelernt. Der Wald bestimmt den Tag der Familie Vogl, da beide Eltern bei der WBV Neunburg Oberviechtach arbeiten. Patricia ist Inhaberin des Jagdscheins.
Neue Bayerische Waldprinzessin ist Lea Wex, 20 Jahre, aus Prittriching im Landkreis Landsberg am Lech. Die gelernte Mechatronikerin ist derzeit Schülerin an der Berufsoberschule Augsburg. Sie hat eine enge Verbindung zu Wald und Forstwirtschaft. Der Familie gehört eigener Wald, in dem sie regelmäßig bei den vielfältigen Aufgaben mitarbeitet. Selbstverständlich ist auch Lea passionierte Jägerin.
Patricia Vogl und Lea Wex lösen Antonia Hegele, die bisherige Bayerische Waldkönigin sowie Simone Brunner, die bisherige Bayerische Waldprinzessin in ihren Ämtern ab. Ministerin Kaniber und Präsident Breitsameter dankten den scheidenden Hoheiten für ihr Engagement 
für Wald und Forstwirtschaft in Bayern. Antonia Hegele aus Altenmünster im Landkreis
Augsburg ist die seinerzeit erste bayerische Forstwirtschaftsmeisterin in Bayern. Freundlich und kreativ vermochte sie die Bedeutung und die Praxis der Forstwirtschaft zu vermitteln.
Simone Brunner aus Rommelshausen im Landkreis Dachau verband überzeugend ihr Wissen und Erfahrung aus dem Familienforstbetrieb mit den Kenntnissen aus ihrer Ausbildungsstelle beim Forstbetrieb München der Bayerischen Staatsforsten.
Die Waldhoheiten nehmen eine Vielzahl von repräsentativen Aufgaben wahr. Sie sind Botschafterinnen des Waldes bei deutschen und europaweiten Terminen.

(Text Bay.Waldbesitzerverband - Foto ©Rolf Kaul)

Finger weg vom Bundeswaldgesetz

BMEL-Förderprogramm "Klimaangepasstes Waldmanagement" startet

Startdatum: 12.11.2022 

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat am 01.November im Rahmen einer Pressemitteilung informiert, dass das "Förderprogramm Klimaangepasstes Waldmanagement" (bisher als „neue Waldprämie“ in der Diskussion) startet (siehe PM im Anhang). Die rechtsverbindliche Veröffentlichung der Förderrichtlinie im Bundesanzeiger stehe unmittelbar bevor. Die Antragstellung soll dann ebenfalls in Kürze über die Webseite www.klimaanpassung-wald.de der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) möglich sein.

Gleichzeitig hat das BMEL einige Vorabinformationen zum Antragsverfahren zusammengestellt und herausgegeben. Diese Vorabinformationen sehen Sie unten als Grafik, damit Sie sich bereits jetzt damit vertraut machen können.

Bitte beachten Sie, dass die aufgeführten Webadressen und Verlinkungen erst dann funktionieren werden, wenn das Antragsverfahren bei der FNR auch tatsächlich freigeschaltet wurde.

 Bitte richten Sie Ihre Fragen zum neuen Förderprogramm sowie zum Antragsverfahren direkt an die FNR.

Die FNR ist in diesen Angelegenheiten ab sofort unter folgenden Kontaktdaten erreichbar:

Telefon +49 3843 6930-600 oder E-Mail: klimaanpassung-wald@fnr.de

Unter Formulare - PDF finden Sie die Richtlinien zum Antragsverfahren

(Text Bay. Waldbesitzerverband)